5 konkrete Tipps, damit dein Kind weniger Zeit am Smartphone verbringt.

Kinder brauchen Unterstützung, vom Handy wegzukommen. Was kannst du konkret tun?

Kinder mit Handys werden immer jünger

Im Jahr 2020 besitzen mittlerweile viele Volksschulkinder ab 8 Jahren ihr eigenes Handy, manche bekommen es noch früher. Auch ihre Smartphones sind kleine tragbare, sehr leistungsstarke Computer, ausgestattet mit qualitativ hochwertigen Kameras und Mikrophonen. Damit können sie die ganze Welt zu sich ins Kinderzimmer holen. Sich mit dem Handy in eine Ecke zurückziehen und endlich mit Spielen, Tik Tok, Whatsapp & Co zu entspannen ist kurzweilig und macht Spaß.

Unsere Smartphones belohnen uns

Doch so sehr die Nutzung unseres Smartphones entspannend und nützlich ist, hat es trotzdem einen nicht zu unterschätzbaren Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder und auf unser aller Suchtverhalten. Durch die knallbunten Farben, Spiele-Apps, Nachrichten und Freundschaftsanfragen schütten wir das Glückshormon Dopamin aus. Unser Gehirn wird durch die Interaktionen, Bilder und Kurzfilmchen belohnt, dadurch fällt es uns nicht immer leicht, das Handy wegzulegen.

Ein Beispiel aus meiner Praxis. Eine Mutter klagt, dass ihr zwölfjähriger Sohn auch während des Essens permanent mit seinem Smartphone beschäftigt ist. Während des Gesprächs stellt sich heraus, dass er werktags zu Mittag als einziger isst, da die Mutter noch bis 15 Uhr im Home-Office arbeiten muss. Sie sitzt arbeitend mit ihrem Laptop beim Kind am Mittagstisch.

Was also tun?

Ganz klar, Kinder brauchen Unterstützung im Umgang mit ihren Smartphones. Es braucht klare Worte, miteinander besprochene Regeln und Vorbilder. Aber was kannst du konkret tun, damit du dein Kind vom Handy weg bekommst?

Hier fünf leicht umsetzbare Tipps:

1. Klare Regeln! Klare Regeln sind das A und O. Damit kannst du dir einiges an Streit, Missverständnissen und Ausreden sparen. Setzt euch zusammen und besprecht, wann und wie lange dein Kind sein Handy nutzen darf. (Vereinbart auch, dass dir dein Kind die Apps zeigt, die es herunterladen möchte.)

2. Spiel, Spaß und Sport: Je jünger die Kinder sind, desto eher gilt das Sprichwort „Aus den Augen aus dem Sinn“. Ist kein Smarthphone um die Wege, so wird sich dein Kind über gemeinsame Spiele und kreative Freizeitaktivitäten freuen. Dazu eine Bitte: Im Sinne der jüngeren Kinder, achtet in der Familie am besten darauf, dass Handys nicht zu den Alltagsgegenständen in den Gemeinschaftsräumen werden.

3. Smartphone in der Nacht: Raus damit aus dem Zimmer deines Kindes! Macht euch aus, wann das Handy spätestens aus dem Kinderzimmer muss.

4. Kein Handy beim gemeinsamen Essen und bei den Hausübungen.

5. Du bist das Maß aller Dinge. Ja, tatsächlich: Sei ein Vorbild! Nervt es dich, wenn dein Kind sein Smartphone dauernd mit sich herumträgt? Achte mal darauf, wie das bei dir ist. Wenn du vorlebst, dass bei Gesprächen, gemeinsamen Mahlzeiten und beim gemütlichen Zusammensein dein Handy weit weg vom Geschehen ist, wird auch dein Kind lernen, es nicht selbstverständlich immer dabei haben zu wollen. Zusatztipp: Nimm mal bewusst wahr, wie oft und wo du die einzelnen Familienmitglieder mit dem Handy antriffst.

Zum Schluss noch zwei Sneak-Peeks in die USA:

  • Gratis Pizza: Wusstest du, dass es in Kalifornien eine Pizzeria gibt, die ein besonderes Angebot setzt? Gäste, die ihr Handy wegsperren bevor sie zu Tisch gehen, bekommen eine Gratispizza.

  • Was Hightechfirmen und Waldorfschulen gemeinsam haben: Wusstest du, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hightechfirmen im Silicon Valley ihren Kindern sehr spät Smartphones, Tablets & Co überlassen, sie dafür aber in Waldorfschulen schicken? Sie sind der Meinung, dass für die positive Entwicklung ihrer Kinder erst einmal körperliche Bewegung, reale soziale Interaktionen, Bewegung und kreative Entfaltung wichtig sind.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die meisten Debatten über die Handynutzung von Kindern sehr einseitig geführt werden. Es muss uns bewusst sein, dass bei jeder dieser Debatten immer auch Erwachsene mitberücksichtigt werden müssen. Denn wir Erwachsenen sind es, die die Erstverantwortung für den Handykonsum unserer Kinder haben und wir sind es, die vorleben, wie Smartphone-Nutzung funktionieren kann oder eben nicht.

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